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Sinnvolle Versicherungen | Welche brauchst du, welche kannst du dir sparen?

IN UNSEREM VERSICHERUNGSCHECK & RATGEBER ZEIGEN WIR DIR SINNVOLLE VERSICHERUNGEN, ÜBER DIE DU NACHDENKEN SOLLTEST. ALLES, WAS DU IN DIESEM VERSICHERUNGSCHECK NICHT FINDEST, IST OFT AUCH KEINEN GEDANKEN WERT.

Sinnvolle Versicherungen sind ein leidiges Thema. Geht es nur nach den Vermittlern und Beratern, könnte man sich in so vielen Belangen absichern und jeden Monat so viel Geld dafür bezahlen. Aber braucht man all diese Versicherungen denn auch? Ganz klar nein. Nur die wenigsten Versicherungen sind Pflicht. Einige weitere Policen sind ein Mehrwert. Und der ganze Rest ist schlicht und einfach sinnlos und Geldverschwendung. Dieser Artikel räumt zum Thema sinnvolle Versicherungen einmal kräftig auf.

Pflichtversicherung

Krankenversicherung

Wir beginnen mit den drei Versicherungen, die heutzutage ohne Ausnahme zur Pflichtversicherung eines jeden Menschen gehören. Die private oder gesetzliche Krankenversicherung ist hier sogar absolute Vorschrift. Entscheidest du dich für eine private Krankenversicherung (PKV), bezahlst du einen monatlichen Fixbetrag und genießt viele Vorteile gegenüber der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Dort bezahlst du je nach Einkommen einen prozentualen Beitrag und hast eine einfache Grundabsicherung. Weil die Kosten bei Policen für eine private Krankenversicherung stetig steigen und vor allem im Alter explodieren können, ist es für die meisten von uns sinnvoller, in der gesetzlichen zu bleiben. Hier kann man sich mit einer Krankentagegeldversicherung noch zusätzlich absichern. Eine Krankenversicherung übernimmt die Kosten von Ärzten und Krankenhäusern, sowie den Ausgleich von Lohn bei Arbeitsunfähigkeit. Oft ist eine Selbstbeteiligung vorgesehen.

Privathaftpflichtversicherung

Die Privathaftpflichtversicherung ist eine weitere Pflichtversicherung, die inzwischen 80 Prozent der Deutschen haben. Und das ist auch gut so. Die private Haftpflichtversicherung übernimmt existenzbedrohende Schäden. Diese können durch nur einen einzigen unachtsamen Moment entstehen, wenn du beispielsweise bei der Straßenquerung einen Unfall verursachst. Du hast ein Auto übersehen, welches dir zwar ausweichen kann, dabei jedoch mit einem entgegenkommenden Auto zusammenprallt. Schlimmstenfalls sind die beiden Insassen schwer verletzt. Also musst du nicht nur den Autoschaden bezahlen, sondern auch Schmerzensgeld an die Unfallopfer. Das kann in die Hunderttausende gehen, doch die Privathaftpflichtversicherung fängt dich auf.

Übrigens: Wenn du selbst Auto fährst, musst du unbedingt eine Kfz-Haftpflichtversicherung abschließen. Das ist wie die Krankenversicherung gesetzlich vorgeschrieben. Die Kfz-Haftpflichtversicherung betrifft jedoch nur Autofahrer, weshalb wir sie nur am Rande bei der Pflichtversicherung aufnehmen.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Zur dritten und letzten Pflichtversicherung kommen wir mit der Berufsunfähigkeitsversicherung. Diese Policen beschäftigen sich mit dem Fall, dass du irgendwann deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst (Berufsunfähigkeit). Das kann durch einen Unfall kommen, genauso durch eine schwere Krankheit oder selbst durch nur chronische Rückenschmerzen. Die Berufsunfähigkeitsversicherung sorgt dafür, dass du nicht in ein finanzielles Loch fällst. Notwendig ist sie auf jeden Fall, da die gesetzliche Erwerbsminderungsrente auch im besten Fall nicht ausreicht, um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Schließe eine Berufsunfähigkeitsversicherung ab, bevor es zu spät ist. Das gilt zwar für jeden, insbesondere jedoch auch für Selbständige.

Sinnvolle Versicherungen (keine Pflichtversicherung)

Nach der Pflichtversicherung gehen wir über auf das namensgebende Thema dieses Artikels. Sinnvolle Versicherungen, die allerdings keine Pflicht sind, aber über die du nachdenken solltest, gibt es nämlich einige:

  • Risikolebensversicherung – Schutz vor Familienarmut, falls ein Elternteil stirbt
  • Auslandsreisekrankenversicherung – Übernahme von Kosten beim Arzt und Krankenhaus im Ausland; nur abschließen, wenn du viel ins Ausland reist
  • Krankentagegeldversicherung – sogenannte Lohnfortzahlung zwischen Krankenversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung
  • Vollkasko & Teilkasko – Übernahme von Schäden am eigenen Auto durch äußere Einflüsse, z.B. Sturm, Feuer oder sogar Vandalismus
  • Zahnzusatzversicherung – wenn Zahnersatz in der Zukunft realistisch ist, ansonsten nicht abschließen; Selbstbeteiligung beachten
  • Hausratversicherung – Übernahme von Schäden am Hab und Gut zuhause, z.B. durch Diebstahl, Wasser oder Feuer
  • Hundehaftpflichtversicherung – Übernahme von Schäden, die der Hund verursacht hat; diese sind nicht in der Haftpflichtversicherung enthalten (nur für Besitzer von ggf. gefährlichen Hunderassen)
  • Pflegezusatzversicherung – für die Lücke zwischen der gesetzlichen Pflegeversicherung und den tatsächlichen Kosten für Pflege und Betreuung
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Durch eine Hausratversicherung können beispielsweise Feuerschäden ersetzt werden

Weitere sinnvolle Versicherungen (optionaler Zusatzschutz)

Nach diesen Versicherungen gibt es nun auch solche, die einen einfachen Zusatzschutz bieten und die du dir optional mit aussuchen kannst:

  • Rechtsschutzversicherung – Übernahme von Anwaltskosten; eventuell mit Selbstbeteiligung
  • Kinderinvaliditätsversicherung – die Kinderinvaliditätsversicherung ist sozusagen die Berufsunfähigkeitsversicherung für Kinder
  • Krankenhauszusatzversicherung – für die kostenfreie Behandlung durch Spezialisten anstelle des normalen Krankenhauspersonals
  • Unfallversicherung – vor allem dann sinnvoll, wenn durch riskante Hobbys oder Berufe ein erhöhtes Unfallrisiko besteht
  • Reiserücktrittsversicherung – wenn eine Reise wegen Krankheit nicht angetreten werden kann, wird die gebuchte Reise erstattet; diese Policen sollten nur bei Reisebuchung explizit abgeschlossen werden, wenn ein Krankheitsrisiko vorliegt; ähnliche Versicherungen gibt es auch in anderen Bereichen, z.B. Tickets für Konzerte

Fazit

Obenstehend findest du nun alle Versicherungen, die sich als sinnvolle Versicherungen oder Pflichtversicherung verstehen. Anzumerken ist, dass es noch viele Policen mehr gibt, die du abschließen kannst. Auf sämtliche Policen (Versicherung & Vorsorge), die du dort oben nicht findest, solltest du aber verzichten. Sie bieten dir entweder keinen Mehrwert, haben eine viel zu hohe Selbstbeteiligung oder sind inhaltlich schon durch andere sinnvolle Versicherungen abgedeckt. Ein Beispiel dafür ist die Insassenunfallversicherung. Fährst du mit Mitfahrern und baust einen Unfall, deckt die Insassenunfallversicherung das Schmerzensgeld für die Mitfahrer ab. Das gleiche tut jedoch auch die Privathaftpflichtversicherung, die du sowieso hast.

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