Schwankende Aktienkurse – Warum sich Kurse entwickeln, wie sie sich entwickeln

Aktien, Fonds und ETFs sind eine gute Sache, um Geld anzulegen und zu vermehren. Im Gegensatz zu Festgeld oder Tagesgeld sprechen wir allerdings immer über risikoreichere Geldanlagen. Das Risiko kommt durch schwankende Aktienkurse zustande. In nur einer Nacht kann es passieren, dass der Kurs auf Talfahrt geht und damit auch die Gewinne. Genauso gut kann der Aktienkurs ordentlich steigen. Aber was steckt hinter den schwankenden Aktienkursen? Warum entwickeln sich die Kurse, wie sie sich entwickeln?

Ein Realbeispiel für schwankende Aktienkurse

Gehen wir einmal zwei Jahre zurück in den Dezember des Jahres 2015. Damals gelangte das deutsche Unternehmen Aixtron in die Medien. Wenn auch leider nicht mit guten Nachrichten. Denn über Nacht brach der Aktienkurs des Unternehmens um rund 40 Prozent ein. Das Unternehmen stellt Halbleiter her und hatte Probleme mit einem Großabnehmer, was den Aktionären mitgeteilt wurde. Und diese reagierten prompt, indem sie ihre Anteile am Unternehmen zur eigenen Sicherheit verkauften. Hier haben wir bereits die Ursache für schwankende Aktienkurse. Menschen kaufen oder verkaufen Anteile. Wenn sie kaufen, dann steigt der Kurs und wenn sie verkaufen, sinkt er. Im Falle von Aixtron war die Entwicklung von minus 40 Prozent aber schon äußerst extrem. Vor diesem Verlust kam eine derartige Entwicklung an der Börse nur in Ausnahmefällen vor.

Ganzer Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: Hier klicken

Eine kleine Beruhigung: Natürlich musst du nicht damit rechnen, dass der Aktienkurs des Unternehmens, von dem du Aktien kaufst, plötzlich um 40 Prozent steigt oder sinkt. In der Regel sind es deutlich kleinere Kursschwankungen. Und wenn du dein Geld nachhaltig anlegst, sind einzelne schwankende Aktienkurse auch keine ernsthafte Bedrohung.

 Schwankende Aktienkurse sind menschengemacht

Definitiv lässt sich jede Kursentwicklung auf den Menschen zurückführen. Es sind nicht irgendwelche Computerprogramme, die mit Fehlern zu kämpfen haben, sondern die Menschen, die Aktien kaufen und verkaufen. Dazu geben wir mit dem südkoreanischen Konzern Samsung ein weiteres Beispiel. Werden die neuen Smartphone-Flaggschiffe der Galaxy-Reihe vorgestellt und eingeführt, dann steigen die Kurse. Es sind hohe Unternehmensgewinne zu erwarten. Bei Apple ist das noch extremer, weil die Produkte einen regelrechten Hype auslösen. Wenn allerdings herauskommt, dass das neueste Flaggschiff in der Hosentasche explodieren kann, dann verkauften Aktieninhaber ihre Wertpapiere ganz schnell und der Kurs bricht ein. In dem Moment ist nämlich mit hohen Umtauschzahlen und somit Verlust in den Kassen des Unternehmens zu rechnen.

Nachhaltige Geldanlage statt Spekulation

Was kann man tun, um stark schwankende Aktienkurse zu umgehen? Weiter oben haben wir bereits das Stichwort nachhaltige Geldanlage benutzt. Dabei handelt es sich um das Stichwort, welches du dir gut einprägen solltest, um den Faktor “Risiko” bei deiner Geldanlage zu minimieren. Kaufe deshalb niemals Aktien von nur einem Unternehmen und setze niemals alles auf eine Karte. Verteile deine Anlage auf mehrere erfolgversprechende Aktien. Diese Zitate von Warren Buffett helfen dir dabei, deine Geldanlage zu optimieren.

Wenn du ganz sicher gehen willst, nutzt du idealerweise außerdem Fonds anstelle von direkten Aktien. Diese werden von professionellen Fondsmanagern betreut und bestückt. Sie sorgen dafür, dass sich der Fonds gut entwickelt, was allerdings nicht kostenfrei funktioniert. Von den erzielten Gewinnen bekommt der Fondsmanager einen bestimmten Prozentsatz. Sofern du dir die Kosten sparen willst, solltest du auf sogenannte ETF Indexfonds zurückgreifen, die wir auch in unserer App anbieten. Diese bilden bestehende Anlageprodukte eins zu eins automatisiert nach und funktionieren ohne Fondsmanager. Schwankende Aktienkurse sollten in jedem dieser Fälle kein allzu großes Problem für dich werden. Traue dich und fang an, dein Erspartes für dich arbeiten zu lassen.

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