Richtige Konten sparen bare Münze

Richtige Konten = 240 EUR gespart im ersten Jahr

KONTOFÜHRUNGSGEBÜHREN, NIEDRIGE ZINSEN, HOHE ÜBERZIEHUNGSGEBÜHREN UND SO WEITER – WIE BEKOMMT MAN DAS ALLES SO IN DEN GRIFF, DASS MAN MIT DEN RICHTIGEN KONTEN EINFACH MAL BIS ZU 240 EURO IM JAHR SPART? DIESER ARTIKEL ERKLÄRTS.

Mit zunehmender Veränderung auf dem Bankenmarkt sind immer mehr Deutsche bereit und willig, ihre Bank zu wechseln, um von besseren Konditionen zu profitieren. Das geht aus jüngsten Umfragen hervor. Zu dieser Veränderung tragen insbesondere die sogenannten Direktbanken bei. Direktbanken sind diejenigen, die immer wieder ihre kostenlosen Girokonten und Kreditkarten bewerben oder die besonders günstige Zinsen für Kredite verlangen und dafür aber nur telefonisch oder per Mail und Chat erreichbar sind. Sie sind das Gegenstück zur traditionellen Filialbank, die um die Ecke mit persönlichen Beratern vertreten ist, aber genau deshalb eben auch (höhere) Gebühren für Konten und Karten veranschlagt.

Nutze mehrere Banken & Konten

Doch es wäre ein Fehler, jetzt einfach zu einer Direktbank zu gehen und somit oberflächlich und einfach zu entscheiden. Möchtest du wirklich eine Menge sparen, aber auf nichts verzichten, solltest du einen tieferen Blick auf die Details und Konditionen der Bank-Angebote werfen. Eröffne das Girokonto, Tagesgeldkonto und die Kreditkarte dort, wo sie am besten sind. Nagel dich nicht selbst auf eine einzige Bank fest, bei der du alles gemeinsam eröffnest. Das hat zwar den Nachteil, dass du keinen gemeinsamen Login für all deine Bankgeschäfte hast, aber den kannst du ausmerzen, indem du dir beispielsweise eine gute Banking-App auf dem Smartphone installierst und deine Konten damit verbindest. Worauf du im Einzelnen bei den Konten achten solltest, zeigen die folgenden Punkte.

Girokonto – Kontoführungsgebühren

Wir fangen mit dem wichtigsten Konto im täglichen Geldverkehr an, dem Girokonto. Hier zählen vor allem die Kontoführungsgebühren. Bei den größten und bekanntesten Filialbanken betragen sie bis zu 6,90 Euro pro Monat. Experten prognostizieren zudem, dass die Gebühren langfristig steigen werden. Nur dafür übrigens, dass dein Konto existiert und du im Bedarfsfall auf einen persönlichen Berater zurückgreifen kannst. Sofern du den persönlichen Berater nicht brauchst und auch mit einem Telefon- oder Mailservice zufrieden wärst, eröffne ein kostenloses Girokonto bei einer Direktbank. Ausgegangen von den 6,90 Euro pro Monat, kannst du im Jahr schon mal stolze 82,80 Euro einsparen. Achte aber bei der Wahl des Kontos auch darauf, dass passende Automaten bei dir in der Nähe sind. Die wegfallenden Kontoführungsgebühren bringen nämlich nichts, wenn du dann für Bargeld am Automaten jedes Mal Gebühren zahlen musst. Achte bei der Wahl des Kontos ebenfalls darauf, dass die Bank sich die entfallenden Gebühren nicht irgendwo hinten rum wieder reinholt, beispielsweise für Überweisungen.

TIPP: Halte auch nach Eröffnungsprämien Ausschau. Viele Banken geben für die Eröffnung eines kostenlosen Girokontos eine attraktive Prämie von 50 Euro oder sogar mehr heraus. Außerdem kannst du mehrere kostenlose Konten eröffnen und das 2-Konten-Modell oder 3-Konten-Modell nutzen.

Girokonto – Dispo

Ein weiteres Thema, das du bei der Wahl deines Girokontos beachten solltest, ist der Dispo. Möchtest du dir erweiterte Freiheit einräumen, indem du dein Konto überziehen kannst, solltest du darauf achten, dass die Gebühren für den Dispo nicht so hoch ausfallen. Gute Banken bieten ihren Dispo schon für 7-10 Prozent p.a. an, bei manchen Banken fallen aber auch mal Gebühren von bis zu 14 Prozent oder sogar noch mehr an. Ins Rechenbeispiel lässt sich der Dispo nicht allzu gut aufnehmen, weil seine Gebühren immer davon abhängen, um wie viel das Konto überzogen wurde und für wie lange. Daher machen wir direkt weiter.

Konten richtig wählen und sparen
Kreditkarten können teuer sein, vor allem wenn man sie nicht regelmäßig nutzt

Kreditkarte – Jahresgebühr & Kartengebühr

Die Kreditkarte und ihre Jahresgebühr ist so ein Thema für sich. Die einen brauchen sie ständig und profitieren dementsprechend von guten Angeboten. Die anderen brauchen sie nur in Ausnahmefällen. Gerade dann lohnt es sich nicht, eine Jahresgebühr für die Kreditkarte auszugeben. Sofern die Bank keine kostenlose Kreditkarte anbietet, solltest du dich nach anderen Anbietern mit kostenloser Kreditkarte umschauen. Sogar Gold-Kreditkarten gibt es mitunter dauerhaft kostenlos, wo du dann zusätzlich Versicherungsleistungen genießt. Beachte bei der Auswahl aber auch, dass für den Einsatz der Kreditkarte (bei der Zahlung) keine zu hohen Gebühren erforderlich werden. Kostenpflichtige Kreditkarten (gerade die Gold-Karten) kosten meistens 69 Euro pro Jahr. Normale Kreditkarten kosten etwa 30 Euro. Das ist noch einmal ein gutes Plus für die Rechnung.

Tagesgeldkonto – Rendite

Abgesehen davon, dass man beim Tagesgeldkonto und Festgeldkonto derzeit nicht viel erwarten darf, solltest du zum Zurücklegen von Überschüssen auf jeden Fall ein Tagesgeldkonto eröffnen. Im Gegensatz zum Girokonto erhältst du hier zumindest ein wenig Rendite. Gehen wir davon aus, dass du 5.000 Euro auf das Konto legen kannst und du eine gute Rendite von 0,77% erhältst. Das ergibt für ein ganzes Jahr immerhin 38,50 Euro Gewinn. Legst du mehr auf dem Tagesgeldkonto an, steigt selbstverständlich auch die Rendite.

Zusammenfassung

  • Kostenloses Girokonto: 82,20Euro gespart
  • Eröffnungsprämie für Gehaltskonto: 50 Euro
  • Kostenlose Gold-Kreditkarte: 69 Euro gespart oder
  • Kostenlose Classic-Kreditkarte: 30 Euro gespart
  • Gutes Tagesgeldkonto: 38,50 Euro Rendite
  • Gesamtergebnis: 240 Euro // 200 Euro

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