Finanzberater

Windige Finanzberater – Klug angelegt oder doch ausgenommen?

NICOLAS CAGE UND KATE JACKSON SIND ZWEI PROMINENTE BEISPIELE, DIE IHR VERMÖGEN EINFACH DURCH DIE FALSCHE WAHL BEIM FINANZBERATER KOMPLETT VERLOREN HABEN. UND SIE SIND NICHT DIE EINZIGEN OPFER. AUCH ANDERE STARS UND STERNCHEN HABEN IHREN FINANZBERATER BEREITS BEREUT. DAS SCHLIMME DABEI IST, DASS ES EIN MUSTER GIBT.

Indem wir uns zu wenig mit dem Finanzberater an sich auseinandersetzen und indem wir nicht besser über die Sachen Bescheid wissen, die er uns empfiehlt, kann es schnell dazu kommen, dass wir vom Finanzberater ausgenommen werden. In diesem Beitrag geht es um die Frage, was du selbst tun kannst, um dein Risiko zu minimieren.

Prominente Beispiele und ihre Finanzberater

Wie genau kam es dazu, dass unsere beiden Beispiele Nicolas Cage und Kate Jackson von ihrem Finanzberater ruiniert wurden? Nun, beide gehörten eine ganze Zeit lang zur absoluten Hollywood-Elite und kassierten bis zu 30 Millionen Dollar für nur einen Film, in dem sie mitwirkten. Es ist nur logisch, dass sich so in nur kurzer Zeit ein großes Vermögen anhäuft. Dieses Vermögen sollte dann angelegt werden. Cage und Jackson wandten sich also an Finanzberater und vertrauen ihnen ihr Geld an. Mit fatalen Folgen.

Der Finanzberater von Cage konnte über ein Vermögen von gut 140 Millionen Dollar verfügen und verleitete seinen Klienten unter anderem zu Immobilieninvestitionen im großen Stil. Schon war das Vermögen angelegt und damit weg. Doch dann kam die amerikanische Steuerbehörde und verlangte eine Nachzahlung von 13 Millionen Dollar. Für Cage war das deutlich zu viel. Um seine Schulden bezahlen zu können, verkaufte er seine besten Luxusgüter, darunter vier Yachten, einen Privatjet und mehrere Villen. Heute, sagt man, lebt Cage in einer günstigen Mietwohnung in Las Vegas und isst eher an der Imbissbude als im Sterne-Restaurant.

Bei Jackson handelte es sich nur um eine einzige Immobilie, die sie ausgerechnet von ihrem Finanzberater selbst kaufte. Allerdings zu einem viel zu hohen Preis, was ihr Vermögen gar nicht hergab. Auch sie war anschließend ruiniert. Weitere Storys von noch ganz anderen Stars findest du hier.

Ein immer wiederkehrendes Schema

Das Problem ist eigentlich gar nicht, dass sich diese Geschichten tatsächlich zugetragen haben. Sondern, dass sie sich jederzeit wiederholen können. Gerade diejenigen, die quasi neureich werden, können mit der Situation oft nicht umgehen und verprassen das Geld. Sie vertrauen irgendwelchen Finanzberatern oder zocken eigenhändig an der Börse, im Casino oder im Wettbüro. Um sie herum kommen vermeintliche Freude auf dem Plan, die nichts an einer Freundschaft finden, sondern nur am Geld interessiert sind. Und im Eifer des Gefechts kommt es, dass Investitionen getätigt werden, die man besser hätte sein lassen sollen. Hier geht es nicht nur um Stars, sondern auch um jede einfache Privatperson, die zu etwas Vermögen gekommen ist.

Was ist beim Finanzberater zu beachten?

Beim eigenen Finanzberater zählt vor allem die Unabhängigkeit und das Fachwissen. Dass die meisten Finanzberater nur jene Produkte vermitteln, an denen sie am meisten verdienen, ist nicht nur eine Annahme, sondern Realität. In dem Fall handelt es sich um abhängige Finanzberater, die für bestimmte Organisationen im Hintergrund arbeiten. Sie beraten fachmännisch und alles klingt super, weil er es durch unser fehlendes Fachwissen ja auch nicht nachprüfen können. So bekommen wir am Ende zwar ein Produkt, aber nicht unbedingt das für uns wirklich beste. Achte bei der Wahl deines Finanzberaters also darauf, dass er seriös auftritt und dass er nicht abhängig von irgendeinem Unternehmen arbeitet. Das kannst du bereits auf seiner Visitenkarte erkennen. Stelle außerdem sicher, dass er Mitglied in einem oder mehreren Beratervereinigungen ist (einige Beispiele gibt es in diesem Bericht der Frankfurter Allgemeinen).

Außerdem solltest du dir selbst zumindest ein Grundwissen zur der Materie “Geldanlage”, “Sparen” und “Versicherung” aneignen. Die Rede ist nicht davon, dass du dich selbst zum Experten schulst. Sondern davon, dass du ein bisschen mitreden kannst und eine grobe Ahnung hast, was mit deinem Geld in bestimmten Fällen passiert. Setze dich beispielsweise mit den Zitaten von Warren Buffett auseinander, um ein Gefühl für Aktieninvestments zu bekommen. Oder setze dich allgemein mit ETF-Indexfonds auseinander, falls sie dir empfohlen werden. Genauso mit Versicherungen. Der Finanzberater kann dir viel erzählen. Es geht darum, dies zu hinterfragen. Und so wird die Formel “klug angelegt statt ausgenommen” am Ende auch aufgehen.

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